Daniel Marx — SEO Consulting – Ihr Experte in Wien

Theme Lösung oder individuell entwickeltes Custom Design

Dieser Artikel erschien im Original auf dem THIRD MAN Blog

Wer heute eine eigene Website haben möchte, dem bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. Schon ab wenigen Euros lassen sich mit Baukästensystemen wie Wix, Jimdo oder Squarespace schnell eigene Seiten zusammenklicken.
Was für private Blogger, Vereine oder kleine Einzelunternehmer ausreichend sein mag, kommt für Unternehmen und Organisationen aber in der Regel nicht in Frage. Eine selbstzusammengebastelte Wix Seite ist beschränkt in Funktionalität, Design und Technik, von Punkten wie Datenhoheit oder Datensicherheit ganz zu schweigen.

Doch auch wer bereit ist Geld in die Hand zu nehmen, um sich eine Seite von Profis bauen zu lassen, steht vor der Wahl: Teure speziell entwickelte Seite oder „individuell gestaltete“ Seite auf Basis eines Premium Themes?

Was sind Theme-basierte Seiten und warum sind sie günstiger?

Heutige Webseiten sind in der Regel nicht mehr nur einfache HTML Dateien, sondern hängen an Content-Management-Systemen, die es Redakteuren ermöglichen auch ohne technisches Wissen bestehende Inhalte zu ändern und neue Inhalte zu veröffentlichen.

Open-Source CMS, wie WordPress, TYPO3 oder Drupal können als Verwaltungssoftware für alle möglichen Webseiten eingesetzt werden, sind aber vor allem dafür bekannt, dass es tausende anpassbare „Themes“ gibt, die relativ günstig oder sogar kostenlos heruntergeladen und installiert werden können.

Ja nachdem wie flexibel die Entwickler ihr Theme gebaut haben, ist es nach der Installation möglich die wichtigsten Parameter in einer mehr oder weniger benutzerfreundlichen Oberfläche im Backend einzustellen. So können Farben, Schriftarten, Schriftgrößen, Hintergrundbilder und anderes auch von Laien schnell und unkompliziert geändert werden und das Design der Website im Rahmen der vorgegebenen Möglichkeiten angepasst werden.
Dazu kommen immer mehr Premium Multi-Purpose-Themes mit integrierten Drag & Drop Page Buildern, über die einzelne Seiten per vorgefertigter Bausteine schnell und einfach zusammengeklickt werden können.

Grundsätzlich gilt: Mit dem richtigen Know-How können auch mit Hilfe von Themes schöne und funktionale Seiten gebaut werden. Durch Child-Themes können individuelle Anpassungen vorgenommen werden, die über die von den Entwicklern vorgesehenen Einstellungen hinausgehen und über Plugins zusätzliche Funktionalitäten an Bord geholt werden. Geht diese Anpassung aber zu sehr ins Detail bedeutet das oft einen erheblichen Aufwand, was sich natürlich auch in den Kosten widerspiegelt.

Daneben gibt es ein anderes Problem: Um maximale Flexibilität zu gewährleisten, kommen die meisten Multi-Purpose-Themes als wahre Code-Monster daher. Um alle erdenklichen Effekte tatsächlich darstellen zu können, werden unzählige Dateien geladen, was die Installationen nicht nur behäbig sondern auch angreifbar für Hacker macht. Auch die generelle Code Qualität günstig gekaufter Premium Themes kann stark variieren.
Werden dagegen zu schlanke Themes als Vorlage gewählt, muss oft wieder sehr viel individueller Aufwand betrieben werden, um Funktionalität und Design wie gewünscht umzusetzen.

Wie kommt eine individuell entwickelte Seite zustande?

Eine individuell entwickelte Website wird den jeweiligen Ansprüchen dagegen sozusagen auf den Leib geschneidert.

In einer ersten Phase der Konzeption wird zunächst einmal zusammengetragen, welche Anforderungen es an die Seite gibt. Welchem Zweck dient sie? Was muss die Seite technisch können? Wer ist die Zielgruppe? …
Auf Basis dieser Information entsteht dann ein Grobkonzept. Einzelne Use-Cases werden durchgespielt, die Seitenarchitektur konzipiert und spezifische Seitentypen entwickelt.
Daraus entsteht in der Feinkonzeption schließlich ein Click-Dummy, also ein Mock-Up mit dem verschiedene Szenarios durchgespielt werden können und der grundsätzliche Seitenaufbau bereits erkennbar ist.

Über Feedbackschleifen werden dabei immer wieder die Rückmeldungen von Kunden oder Testusern eingebaut und so das Konzept verfeinert.

Steht schließlich das Konzept kommt der Designer ins Spiel. Er entwirft auf Basis des Konzepts ein individuelles Design, das komplett auf die Marke und / oder die CI des Kunden abgestimmt ist. Für die verschiedenen Seitentypen entstehen so Design Vorlagen.

Ist auch das Design vom Kunden abgenommen geht es schließlich in die Entwicklung. Dabei greift der Entwickler sowohl auf das Feinkonzept als auch auf das Design zurück, um zunächst funktionelle HTML Templates zu entwickeln und diese dann an ein Content-Management-System wie WordPress oder TYPO3 anzubinden. Dabei setzt der Entwickler auf aktuelle Technologien, Lösungen und Frameworks.

Der Vorteil individuell entwickelter Seiten liegt daher auf der Hand. Nicht nur, dass ein individuelles Design die Website einmalig macht und nicht als „Variation des immer Gleichen“ erscheinen lässt, die maßgeschneiderte Entwicklung sorgt auch dafür, dass der Code der Seite schlank bleibt, weil nur integriert ist, was wirklich gebraucht wird.

Was ist besser?

Beide Varianten von Seiten haben ihre Vor- und Nachteile und sicherlich auch ihre Daseinsberechtigung. Und egal, ob Custom Build oder Premium Theme, hinter beiden Varianten steht viel Arbeit, bis die fertige Seite den geforderten Ansprüchen entspricht.

Während bei der individuell entwickelten Seite Spezialisten ihr Können auf ihrem Gebiet einbringen, muss der Entwickler einer Theme basierten Seite ein Allrounder sein. Denn statt in aufeinanderfolgenden Arbeitsschritten, wird meist auf Basis eines groben Konzepts Design und Funktionalität im Prozess der Seitenerstellung entwickelt.

Wann welche Lösung sinnvoll ist, muss immer anhand der konkreten Anforderungen, Umstände und nicht zuletzt des vorhandenen Budgets entschieden werden.